4. Erprobung mit Testschiff

4.3 Testfahrten und Demonstration

Die im Arbeitspaket 4.1 definierten Szenarien werden von Wissenschaftlern aller involvierten Forschungsinstitute unter Berücksichtigung von wissenschaftlich relevanten Aspekten begleitet. Dies dient unter anderem dazu, neue Erkenntnisse aus der realen Anwendung mit in die weitere Entwicklung der Technologie nehmen zu können.

Ein Schiffsführer oder eine Schiffsführerin übernimmt jedoch die Entscheidung, ob und wann die entwickelte Automatisierungstechnik die Kontrolle über das Schiff übernimmt. Er oder sie hat stets die Verantwortung für das Schiff und entscheidet daher ebenfalls, ob der von den Wissenschaftlern entwickelte Automat ausgeschaltet werden muss oder nicht.

Die auf der Schiffbrücke installierte Mensch-Maschine-Schnittstelle zeigt dem Schiffsführer oder der Schiffsführerin die nächsten Steuerbefehle, die der Automat an das Schiff weiterleiten wird, sowie das hieraus resultierende Schiffsverhalten. Basierend auf diesen Informationen und der Erfahrung des verantwortlichen Schiffsführers oder Schiffsführerin können diese die Entscheidung treffen, ob der Automat abgeschaltet werden muss oder nicht. Eine Abschaltung geschieht immer um die Sicherheit an Bord und auf der Binnenwasserstraße sicherstellen zu können. Sobald die entwickelte Automatisierungstechnik abgeschaltet wird, übernimmt der Schiffsführer bzw. die Schiffsführerin die manuelle Kontrolle über das Schiff.

Abhängig von den Umweltbedingungen wie dem Verkehrsaufkommen, dem Wetter und weiterer Faktoren, werden die definierten Szenarien in aufsteigender Komplexität erprobt. Hierbei wird ständig darauf geachtet, ob die vorhandenen Rahmenbedingungen mit den im Vorfeld definierten Anforderungen der Testszenarien übereinstimmen.

Die Wissenschaftler, die sich an Bord befinden, justieren die Automatisierungstechnik nach, sobald Fehlfunktionen auftreten.

Arbeitspakete